Rigaer 94
Es ist längst Zeit den Konflikt zu suchen und ihn zu verschärfen. Es ist Zeit sich gegen die Besitzenden und ihre Idee von Eigentum zu stellen und auf unserer Seite, der der Mieter*innen, der Besitzlosen, der Wohnungslosen zu kämpfen. Es ist auch Zeit sich gegen die Besetzung unserer Viertel zu wehren, gegen den Staat und eine Gesellschaft, die mitträgt, dass Menschen aufgrund rassistischer Zuschreibungen systematisch unterdrückt und ausgebeutet werden; die alle verjagen und ausschließen, die nicht in die Stadt der Reichen passen oder passen wollen. Es gibt keinen Grund das Bestehende zu verteidigen und sich auf die Seite der Profiteure des kapitalistischen Systems zu stellen. Aber es gibt genug Gründe sich gemeinsam gegen Staat und Kapital, gegen Autoritäten und ihre Verteidiger*innen zu organisieren und zu rebellieren, um für die Prinzipien der Selbstorganisierung, gegenseitigen Hilfe, der Solidarität und ein Leben in Freiheit und Würde zu kämpfen. In diesen Kontext stellen wir die Verteidigung der Rigaer94.
 
 
anonym
Wir haben am Samstag 29.5. in Salzburg Lehen gegen Delogierungen (Zwangsräumungen) demonstriert.
Umbruch Bildarchiv
Rund 10.000 Menschen demonstrierten am 23. Mai in Berlin gegen steigende Mieten, Verdrängung und für die Enteignung der großen Wohnungskonzerne. Anlass war der gescheiterte Mietendeckel, der bereits am Tage der Urteilsverkündung durch das Bundesverfassungsgericht spontan 15.000 Mieter*innen auf die Straße brachte.Fotos: https://umbruch-bildarchiv.org/gegen-den-mietenwahnsinn/
anonym
Am 22.05 gegen 19.15 Uhr, nach einer vom L!Z veranstalteten Stadtteilkundgebung (?die Wahl ist nicht genug!?) wurde das Umsonstregal vor dem Hausprojekt, wahrscheinlich mithilfe von Brandbeschleuniger, abgefackelt. Als der Brand bemerkt wurde, stand das Regal mitsamt dem Inhalt und der darauf befestigten Dachpappe bereits in hohen Flammen. Auch das darüber an der Hauswand hängende Plakat brannte ab und die Hauswand wurde beschädigt. Hausbewohner*innen konnten mithilfe von Passant*innen den Brand selbst löschen.
Das Regal stand unter einem Erker an der Hauswand. Das Feuer hätte auf das Haus überspringen können.
Das U-Regal ist ein fester Bestandteil des Hauses und der Nachbarschaft und wird viel genutzt. Deshalb wird sich auf jeden Fall eine Lösung finden, es wieder einzurichten.
Dieser Anschlag reiht sich ein in eine Serie von Angriffen in Sachsen-Anhalt in den letzten Wochen. Am selben Abend wurden die Scheiben des Grünen-Büros im Stadtteil eingeworfen, hinzu kommen unter anderem die Angriffe auf die Waldbesetzer*innen in Seehausen, der Brandanschlag auf ein Auto in Naumburg und Nazischmierereien in Salzwedel.
Bereits im März wurden Name und Standort des L!Z, gemeinsam mit denen anderer linker Zentren, auf einer Karte in dem von Jürgen Elsässer herausgegebenen rechtsextremen und verschwörungsideologischen Compact-Magazin veröffentlicht.
 
Haltet zusammen, lasst euch von Einschüchterungsversuchen nicht unterkriegen und bleibt solidarisch!
einige FAZ
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Dies ist ein Text einiger Feministischer Autonomer Zellen (FAZ) zu unseren Grundlagen für ein gemeinsames Netzwerk, der in vielen langen Gesprächen entstanden ist. Wir veröffentlichen diese Grundlagen, um sie mit anderen zu teilen, Austausch darüber anzustoßen und zum Mitmachen zu begeistern. Wir schreiben aus unserer Perspektive ? das heißt, für anders positionierte Leute mögen diese Grundlagen nicht komplett übertragbar sein. Wenn das so ist: Wir freuen uns über Eure Gedanken dazu! Dennoch wünschen wir uns, dass andere, die sich als FAZ organisieren, diese Prinzipien teilen - oder wenn nicht, sie diskutieren und mit uns darüber ins Gespräch kommen. Das Wissen um geteilte Grundlagen soll uns mehr Kraft, Rückhalt und Autonomie verschaffen.
 
Silke Makowski (Hans-Litten-Archiv) für den AK »Frauen im Widerstand«
Am 27. Mai 2021 jährt sich der Todestages der Antifaschistin Frieda Seidlitz zum 85. mal. Frieda Seidlitz war in den 30ern eine wichtige Aktivistin der Rote Hilfe aus Berlin-Weißensee. Sie wurde einen Monat lang verhört und gefoltert und verriet keine:n ihrer Genoss:innen.
Anlässlich von Frieda Seidlitz's Todestag am 27. Mai 2021 organisiert die Kampagne »Frauen im Widerstand« eine Gedenkdemonstration.(16.30 Uhr, Antonplatz, Weißensee)
Silke Makowski vom Hans-Litten-Archiv der Roten Hilfe hat als Beitrag zum aktiven Gedenken an Frieda zwei Texten zur Geschichte der Roten Hilfe Deutschland verfasst. In ihrem Text »Frauen in der illegalen Roten Hilfe Deutschlands (RHD)« beschreibt sie die wichtige Rolle, die den Frauen innerhalb der Roten Hilfe inne hatten, gerade nach dem ein Großteil der linken Organisationen von den Nazis zerschlagen wurden oder deren Mitglieder abgetaucht waren. Sie beschreibt, wie auch ihr Text »Die Rote Hilfe Deutschlands im antifaschistischen Widerstand«, die politische Arbeit der RHD in der Illegalität. Zugleich würdigt ihr Beitrag die antifaschistische Widerstandstätigkeit von Frauen - allein schon durch deren Sichtbarmachung.So teilt auch Frieda Seidlitz das Schicksal vieler Antifaschist:innen, denen nach der Zerschlagung des deutschen Faschismus im Gegensatz zu (cis-) männlichen Widerstandskämpfern, nicht die selbe Würdigung und Bekanntheit zu Teil wurde. Frieda Seidlitz politische Arbeit ist eines von vielen Beispielen für die zahlreichen Rote Helferinnen, die ihren Beitrag zum Kampf gegen den Faschismus leisteten. Ihr Andenken zu ehren ist praktizierter Feminismus und gelebter Antifaschismus.
Die Texte von Silke Makowski- »Frauen in der illegalen Roten Hilfe Deutschlands (RHD)«- »Die Rote Hilfe Deutschlands im antifaschistischen Widerstand«
take back the night
Wir haben dieses Jahr in Berlin die feministische Walpurgisnacht, die ?Take Back the Night? Demo, organisiert. Dazu haben wir uns entschieden, weil wir denken, dass wir einen offensiven Feminismus brauchen. An die 3000 Flintas kamen zusammen. Vom ersten Redebeitrag an, war die Stimmung am Spreewaldplatz bestimmt und unversöhnlich. Es wurde unaufhörlich gerufen. An anderen Stelle wurde mit aller Kraft auf alles geklopft, was da war ? Baustellen, Lieferwägen und anderem. Wir danken allen Kompliz:innen, die mit uns auf der Straße waren und freuen uns schon auf die Demo das nächste Jahr. Bis dahin wollen wir auch weiterhin unseren Beitrag für mehr militanten Feminismus leisten.
Kolumbieninfo
Zum Tod des Guerillakommandanten Jesús Santrich einige biographische Skizzierungen und Überlegungen.
Niemand ist vergessen!
In der Nacht vom 23. auf den 24. Mai 2000 wurde Dieter Eich in seiner Wohnung in Berlin-Buch von Nazis ermordet. Anlässlich des 20. Todestages im Jahr 2020 hat Leftvision ein Video vom Gedenken erstellt.
VIDEO ANSEHEN:https://www.youtube.com/watch?v=ysRMV-rG27c
R78
Stellungnahme zu der Hausdurchsuchung
von Räumlichkeiten der Rigaer Straße 78
Heute morgen (19.05.2021) verschafften sich Beamte des LKA gegen 8:15 Zugang zu unserem Haus.
Grund war offenbar die Vollstreckung eines Durchsuchungsbefehls wegen des Verdachts auf Straftaten im Zusammenhang mit Verwendung und/oder Verbreitung von Internetmedien, welche sexualisierte Gewalt gegen Kinder zeigen.

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